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31.01.2012
Hohe Lebensqualität zwischen Kanälen und Brücken

Treptow-Köpenick (tour´s-regional/U.C.): “Über sieben Brücken musst Du gehn…“, heißt es in dem gleichnamigen Hit der Band Karat. Oliver Igel, seit Oktober 2011 Bürgermeister von Treptow-Köpenick, überquerte kürzlich nur fünf von insgesamt 13 Straßen- und Fußgängerbrücken von „Neu Venedig“, um sich an einem Januartag ein Bild von der idyllischen Wohn- und Wochenendhauskolonie zu machen. Zwischen Rahnsdorf und Hessenwinkel verzweigt sich hier die Müggelspree lagunenartig in kleine Kanäle.

Dieses zauberhafte Zusammenspiel von Wasser, Natur und Leben gab diesem Ort einst seinen Namen. Bekannt ist die besonders hohe Lebensqualität im wohl schönsten Wohn- und Naherholungsgebiet im Südosten der Metropole Berlins. Mit dem Ziel, sich für die Entwicklung der Landschaft und für den Schutz von Flora und Fauna einzusetzen, gründeten engagierte Anwohner vor 79 Jahren den Verein „Wasserfreunde Neu Venedig e.V.“ Wie der heutige Vorsitzende Bernd Landgraf beim Rundgang gegenüber Bürgermeister Igel unterstreicht, steht dieses Anliegen zusammen mit dem Wirken für Ordnung und Sicherheit zu Wasser und zu Lande als oberstes Gebot des Handelns in der Vereinssatzung. Bei einem Gespräch in der schmucken Vereinsgaststätte erhielt Bürgermeister Igel interessante Einblicke sowohl in den Vereinsalltag als auch in die jährlichen Höhepunkte des Vereinslebens.

Norbert Wittkowski, Wilfred Koch und Tassilo Borchhardt erzählten begeistert von den Pfingst- und Sommerfesten. Sie finden nicht nur bei den rund 200 Vereinsmitgliedern und deren Familien großen Anklang. Beliebt seien auch die literarischen „Plaudereien am Kanal“ und die Live-Konzerte. Schon jetzt ist der Fokus des Handelns auf das Jahr 2013 gerichtet. Mit vielen Veranstaltungen und einem großen Bootscorso als ein besonderer Höhepunkt wird der 90. Geburtstag des Vereins gefeiert.

Im Gespräch mit dem Bürgermeister kam aber auch weniger Erfreuliches zur Sprache. So sorgen die unterschiedliche Handhabe beim Baurecht sowie Probleme bei der Bauplanung für Unruhe unter den Neu Venezianern. Auf das Thema Bebauungsplan bezogen unterbreitete Bernd Landgraf das Angebot, das Vereinsmitglieder und speziell die Arbeitsgruppe Bau die Behörden fachlich begleiten sollten. „So wird bereits im Planungsprozess verhindert, dass kein Wildwuchs entsteht“, betont der Vereinsvorsitzende. Insgesamt zeigte sich der Wunsch nach mehr Bürgernähe. Oliver Igel nimmt diese Anregungen gern mit ins Rathaus. „Der Dialog mit den Bürgern ist in jedem Fall für alle gewinnbringend“, sagt er. Darüber hinaus würdigte Berlins jüngster Bezirksbürgermeister das Engagement des Vereins in „Neu Venedig“ als wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl. Gern werde er die Vorbereitungen zur 80-Jahrfeier unterstützen – als Bürgermeister und als Gast.

Bürgermeister Igel bei der Gemeinschaft der Wasserfreunde Neu-Venedig e.V.

 

 


© Nebelhorn Verlag 2011